![]() |
|||||||
| |
|
|
|
|
|
|
|
Hovawart Widerristhöhe: 55 - 70 cm
Bauernhunde als "hovawart"/"hovewart" (Mittelhochdeutsch: hova = der Hof und wart = der Wächter, also der Hofwächter) oder auch unter den Benennungen Hovawarth, Hofwart oder Hofward, wurden schon in Schriften des Mittelalters wie dem Sachsenspiegel oder dem Schwabenspiegel erwähnt, jedoch ohne Beschreibung des Aussehens. Erst Ende des 19. Jahrhunderts wird als Hovawarth ein Haus- oder Hofhund beschrieben, der im Aussehen dem heutigen Rassestandard des Hovawarts entspricht. Das Einsatzgebiet dieser Hunde war hauptsächlich das Bewachen des Hofes, aber auch als Zughund fand er Verwendung. Als nun Anfang des 20. Jahrhunderts Kurt Friedrich König und sein Vater Bertram König nach "überlegsamen Hunden", d.h. Hunden mit der Fähigkeit zu situationsgerechtem Handeln suchten, stießen sie immer wieder auf diese starkknochigen, lang- oder zotthaarigen Hunde mit Hängeohren. Der Hovawart wurde 1937 als eigenständige Rasse anerkannt. Ein neuer Versuch, den Hovawart etymologisch zu erklären, ist durchweg ohne Beleg in der Literatur seit dem Mittelalter. Dieser Erklärungsversuch lautet wie folgt: Etymologen hätten in den 1990er Jahren belegt, dass der Name "Hovawart" sich aus "hov, hove", das dem angelsächsischen "how" nah verwandt ist, und "avartin, avartai", spätmittelhochdeutsch für "wartend", zusammensetzt. Sie hätten dieser Begriffskombination keine sinnvolle Deutung geben können, bis sie sich mit einem erfahrenen Kynologen unterhalten hätten. Offenbar sei schon früher für die Rasse typisch gewesen, dass die Hunde nicht auf fremde Menschen oder unbekannte Dinge zuliefen, sondern aus sicherer Distanz, "wie wartend" beobachteten und potentielle Gefahren einschätzten.
Der Hovawart ist ein Familienhund, der nicht für eine Zwingerhaltung geeignet ist. Er braucht den ständigen Anschluß an sein Rudel.
|